Fan-Kultur · Schweizerdeutsch

Schweizerdeutsch am Platz: tschutte, Nati & Töggelichaschte

tschutte, d'Nati, Hopp Schwiiz, Töggelichaschte, Röstigraben — das kleine Schweizerdeutsch-Wörterbuch für den Fussballplatz, in unserer Stimme erklärt.

Leo Brunnhofer·16. Juni 2026·6 min
Leo BrunnhoferFounder · baute BetTillDone 2016–2018 (119 Spieler:innen, 76 % Activation)Mit KI erstellt, redaktionell geprüft16. Juni 2026XGitHub

Die Schweiz spielt nicht Fussball — sie tschuttet. Und sie redet beim Fussball eine ganz eigene Mischung aus Mundart und englischen Lehnwörtern. Hier das kleine Schweizerdeutsch-Wörterbuch für den Platz, in unserer Stimme erklärt; Quellen unten.

Stand: 16. Juni 2026

Die Nati und die Fankultur

  • d'Nati — die Nationalmannschaft. Kurz, liebevoll, unverkennbar schweizerisch.
  • „Hopp Schwiiz!" — der Anfeuerungsruf schlechthin. Hört man von Basel bis ins Tessin.
  • de Röstigraben — die (augenzwinkernde) Kulturgrenze zwischen der Deutsch- und der Westschweiz. Beim Fussball gern für Neckereien gebraucht.

Tschutte: das Grundvokabular

  • tschutte — Fussball spielen (vom englischen „to shoot"). De Tschutter ist der Fussballer.
  • de Töggelichaschte — der Tischfussball-Kasten („Wuzzler" auf Österreichisch).
  • de Goalie — der Tormann. Wie viele Schweizer Begriffe ein englisches Lehnwort.
  • de Penalty · de Corner · es Goal — Elfmeter, Eckball, Tor. Die Schweiz nimmt's auf Englisch.
  • de Schiri — der Schiedsrichter.

Am Platz (Roast-Begriffe)

  • de Holzfuess — wer keine Technik hat, spielt mit dem Holzfuss.
  • de Skischueh — schwerfällig und langsam unterwegs, wie in Skischuhen.
  • de Bänkliwärmer — der Ersatzspieler, der vor allem die Bank wärmt.

Wer Schweizerdeutsch tschuttet, hat den eigenen Ton. Und in der CH-Tipprunde tippst du mit Hopp-Schwiiz-Herz.

Tipp mit — Hopp Schwiiz!

Was heisst „tschutte"?

„Tschutte" ist Schweizerdeutsch für Fussball spielen, abgeleitet vom englischen „to shoot". Der Spieler ist der „Tschutter".

Was ist der Röstigraben?

Der Röstigraben ist die augenzwinkernd benannte Kulturgrenze zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz — im Fussball ein beliebter Anlass für freundschaftliche Sticheleien.

Warum benutzt das Schweizerdeutsche so viele englische Wörter?

Beim Fussball haben sich in der Schweiz früh englische Lehnwörter eingebürgert: Goalie, Penalty, Corner, Goal und Match gehören zum Alltagsvokabular am Platz.

Was ist ein Töggelichaschte?

Der Töggelichaschte ist der Tischfussball-Kasten — auf Österreichisch der „Wuzzler", auf Deutsch der „Kicker".

Quellen: abseits.at Fußball-Lexikon · bolzplatz.at · Schweizer Mundart-Referenzen

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