In unserem Frankreich-Cityguide checken wir für euch alle zehn Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft 2016 aus. Das wichtigste zu Stadt, Nightlife, Kulinarik und Fußball in 3 Minuten. Dieses Mal geht es nach Saint-Etienne, dem Fußball-Rekordmeisters Frankreich!
Saint-Etienne–Vom Bergbau zum Design-Hotspot
Saint-Etienne ist die größte Stadt des Ballungsraums Rhône-Alpes und hat knapp über 110.000 Einwohner. Sie liegt wunderschön, wie Rom oder Lissabon, auf sieben Hügeln, und kann in den Wintermonaten überaus kalt werden. Die Einwohner von Saint-Etienne, die Stéphanois, sind im Kontrast zum frostige Klima jedoch für ihre Wärme und Herzlichkeit bekannt. Den industriellenMetall- und Bergbaustaub möchte die historische „Waffenstadt“ endgültig abstreifen. Von der UNESCO im Jahr 2010 als „City of Design“ ausgezeichnet, ist die Stadt heute Mitglied im Creative Cities Network und erfüllt die Funktion als Werkstatt der Visionen, in der Kreativität und Innovation zu Hause sind. Die Umgestaltung der Viertel am Gare de Châteaucreux beweisen dies ebenso wie das internationale Designzentrum sowie das angesehene Museum für moderne Kunst (Musée d’art moderne de Saint-Etienne). Auch die jährlich stattfindende Design-Biennale wird hier ausgerichtet und zeugt von den ambitionierten Bemühungen in Sachen moderner Kunst. Zu den bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem das Rathaus, die alte Waffenmanufaktur, die Tour de la Droguerie und die Präfektur.
Eine moderne, kosmopolite Stadt
Die Nähe zum geheimen Zentrum der Haute-Cuisine, Lyon, ist deutlich spürbar. Saint-Etienne bietet eine Reihe wahrer Gourmettempel und Feinschmecker-Adressen. Berühmt für die Stadt sind „Râpée de Saint-Étienne”, ein üppiger Kartoffel-Ei-Auflauf oder „Barboton“, ein Eintopf ebenso aus Kartoffeln mit Thymian und Lorbeer.
Im Kessel des französischen Rekordmeisters
Nein, wir haben uns nicht in der Stadt geirrt. Der legendäre Klub AS Saint-Étienne hält nach wie vor den französischen Rekord von 10 Meistertiteln und ist mit der Stadt besonders eng verbunden. Dieser innigen Verbindung der Einwohner mit ihren „Grünen“ tut selbst die Tatsache keinen Abbruch, dass seit 1981 kein weiterer Titel hinzukam. Das „Stade Geoffrey Guichard“, von den Fans liebevoll „Le Courdon“ genannt, gilt als wahrer Hexenkessel Frankreichs. Für die Europameisterschaft wurde es renoviert und bietet nun 41.500 Zusehern Platz. Von der besonders leidenschaftlichen Atmosphäre können wir uns demnach in Kürze selbst überzeugen.
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