Sturm Graz · Feature

SK Sturm Graz: Liverpool, Kiteishvili und was als nächstes kommt

Sturm Graz spielte 2024/25 in der Champions League gegen Liverpool — und gewann Back-to-Back den österreichischen Meistertitel. Was Kiteishvili entschieden hat, wer im Sommer 2026 kommt und geht, und warum der schwarze Panther noch lange nicht fertig ist.

Leo Brunnhofer·3. Juni 2026·7 min
Leo BrunnhoferFounder · baute BetTillDone 2016–2018 (119 Spieler:innen, 76 % Activation)Mit KI erstellt, redaktionell geprüft3. Juni 2026XGitHub

Der Moment, der alles verändert hat

Es gibt Vereine, die irgendwann in ihrer Geschichte einen Moment erleben, der alles verändert. Für SK Sturm Graz war die Saison 2024/25 dieser Moment. Der erste Einzug in die UEFA Champions League-Ligaphase überhaupt. Das schwarz-weiße Trikot auf Europas größter Bühne. Gegner: Borussia Dortmund. Atalanta. Und ja — Liverpool.

Die Champions League: Was Sturm dort erlebt hat

Sturm qualifizierte sich nach dem Meistertitel 2023/24 für die neue Champions League-Ligaphase mit 36 Teams. Heimspiele im Wörthersee Stadion Klagenfurt, weil das Liebenauer Stadion die UEFA-Anforderungen nicht erfüllt. Aber Sturm war dabei.

Das Ergebnis war ernüchternd und historisch zugleich: Platz 30 von 36, sechs Punkte aus acht Spielen. Gegen Dortmund verloren sie auswärts vor 81.365 Zuschauern im Westfalenstadion, gegen Atalanta ebenfalls. Liverpool war einer ihrer Gegner — die UEFA führt einen eigenen Vergleichsartikel für das Duell.

Was diese Episode dem Klub gibt, lässt sich nicht kaufen: Referenz. Erfahrung. Selbstvertrauen auf höchstem Niveau.

Back-to-back: Der vergessene Superlativ

In der Aufregung rund um die CL geht leicht unter, was Sturm in der Bundesliga geleistet hat: den österreichischen Meistertitel verteidigt. Back-to-back. Mit einem Kader, der gleichzeitig acht europäische Spiele bewältigte.

Topscorer der Saison war Mika Biereth mit 14 Toren insgesamt (11 Liga, 2 CL, 1 Cup) — für vier Millionen Euro von Arsenal geholt und im ersten Jahr mehr als wettgemacht. Daneben: William Bøving mit 11 Ligatoren, Otar Kiteishvili mit 12 Liga- und 13 Toren insgesamt.

Sturm war nicht nur Meister. Sturm war gut.

Otar Kiteishvili: Der Mann hinter allem

Kiteishvili ist seit 2018 in Graz. Er ist 30. Er hat in den letzten Jahren jedes Transferfenster überlebt, obwohl Interesse nie fehlte. Die Premier League rief — konkret, nicht nur als Gerücht.

Und dann passierte das, was bei Sturm zuletzt immer passiert: er blieb. Vertrag verlängert bis Sommer 2027. Sturm hat aufgehört, ein Durchgangsverein zu sein.

Er ist kein klassischer Spielmacher, der sich selbst inszeniert. Er ist der Spieler, der das Tempo bestimmt, wann Sturm angreift und wann nicht. Zwölf Ligatreffer in einer Saison, in der sein Verein auch noch Champions League spielt.

Das Scheitern vor der zweiten CL-Chance

Nach dem zweiten Meistertitel durfte Sturm wieder in die Champions League-Qualifikation. Play-off-Runde: Bodø/Glimt aus Norwegen. Das Aggregat: 6:2 für die Norweger.

Für Sturm bedeutet es: 2025/26 Europa League statt Champions League. Schmerzhaft, aber kein Versagen — Bodo/Glimt schlägt regelmäßig Mannschaften, die auf dem Papier deutlich stärker sind.

Transferfenster Sommer 2026: Was sich gerade tut

Fix verpflichtet: Simon Seidl (Blau-Weiß Linz), Jürgen Heil + Ammar Helac (beide TSV Hartberg), Petar Petrovic (Javor-Matis/SRB).

Leih-Rückkehrer: Amady Camara (Nantes), Szymon Włodarczyk (Excelsior/NED), Emran Soglo (Zulte Waregem).

Bestätigte Abgänge: Stefan Hierländer (Vertragsende), Rory Wilson zurück zu Aston Villa, Jeyland Mitchell fix zu Feyenoord Rotterdam, Jusuf Gazibegović (Leihende Köln).

Auf dem Zettel: Jamie Lawrence (WSG Tirol), Mohamed Ouédraogo (Altach), Essiën Bassey (PSV Eindhoven), Matty Warhurst (Manchester City), Mofe Jemide (Crystal Palace), Giorgi Gvasalia (Dinamo Tiflis/GEO — ein weiterer Georgier im entstehenden kaukasischen Sturm-Netzwerk).

Mögliche Abgänge: Luca Weinhandl + Matteo Bignetti (Vertragsende), Khudyakov (Spartak Moskau), Dimitri Lavalée (Standard Lüttich) — der Belgier war Schlüsselspieler der CL-Saison.

Was 2026/27 bringt

Europa League — wieder. Aber Sturm ist inzwischen ein Verein, der European Football nicht mehr als Ausnahme betrachtet, sondern als Standard.

Kiteishvili (Vertrag bis 2027) bleibt das Herzstück. Das georgische Netzwerk wächst. Und die CL-Saison mit Liverpool ist das Fundament, auf dem alles weitere aufbaut.

Liverpool hingegen werden sie nicht so schnell vergessen.

Wann spielte Sturm Graz gegen Liverpool?

In der UEFA Champions League 2024/25 Ligaphase — dem historisch ersten CL-Auftritt von SK Sturm Graz.

Wie weit kam Sturm Graz in der Champions League 2024/25?

Platz 30 von 36, sechs Punkte (2 Siege, 6 Niederlagen). Danach Wechsel in die Europa League.

Hat Kiteishvili seinen Vertrag bei Sturm verlängert?

Ja. Kiteishvili verlängerte bis Sommer 2027. Premier-League-Interesse war bestätigt, er blieb trotzdem.

Was sind die Sturm Graz Transfers im Sommer 2026?

Fix: Simon Seidl, Jürgen Heil, Ammar Helac. Jeyland Mitchell fix zu Feyenoord. Mögliche Zugänge: Essiën Bassey (PSV), Matty Warhurst (Man City), Jamie Lawrence (WSG Tirol).

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